Tobias Bumm/ Juli 31, 2019/ Uncategorized

Während 2018 Deutschland sowie Spanien und Griechenland als Reiseziele hoch im Kurs standen, legen dieses Jahr Nordafrika und die Türkei zu. Doch egal, wohin es gehen soll: immer mehr Reisen werden nicht über ein Reisebüro, sondern vom Touristen in spe selbst  gebucht. 2017 waren das in Deutschland bereits 40 Prozent –Tendenz steigend. Das Internet verändert den Reisemarkt. Und nicht nur zum Positiven. Unseriöse Anbieter bieten über Fake-Portale Flüge und Fluggesellschaften an, die gar nicht existieren. Oder der Urlaubsbucher zahlt ungewollt Zusatzgebühren, die teilweise den Reisepreis übersteigen, weil das Portal völlig intransparent angelegt ist. Nichts und niemand scheint gegen Cyberkriminalität gefeit. Selbst weltweit bekannte Buchungsplattformen für Unterkünfte oder Fahrdienste bleiben nicht verschont.

Besonders beliebt scheint die online Wohnungsvermittlung bei Kreditkartenbetrügern zu sein. Diese suchen sich Immobilienbesitzer, die mitverdienen wollen und ihre Bleibe fiktiv zur Vermietung anbieten. Der Geldwäscher zahlt mit seinem schmutzigen Geld, von dem der Vermieter einen Teil zurückschickt. Auch bei dem online-Dienst selbst bleiben noch 5 bis 15 Prozent der Gesamtsumme hängen. Mit einem ähnlichen Prinzip wird auch bei den Fahrdienstvermittlern Geld gewaschen. Dort wird für nie in Anspruch genommene „Geisterfahrten“ bezahlt. Wenn sich an dem Modell mehrere Fahrer beteiligen, kommen so schnell ein paar hundert Euro zusammen.

Bei dieser sogenannten „Transaktionswäsche“ geht es meist um kleinere Beträge zwischen 50 und 2000 Euro. Doch Kleinvieh macht auch Mist, wenn die Betrugsmasche lange genug praktiziert und mit genug Beteiligten durchgeführt wird. Man schätzt, dass allein in den USA jährlich durch solche E-Commerce Aktivitäten mehr als 200 Milliarden Dollar „weiß“ gewaschen werden. Gerade weil aber die Einzelbeträge nicht auffallend hoch sind, sind sie schwer zu kontrollieren. Zur Bekämpfung dieser Form der Cyberkriminalität braucht es smarte technische Lösungen. Sie müssen gleich zu Beginn des E-Commerce Prozesses sicherstellen, dass Betrüger identifiziert und von der weiteren Transaktion ausgeschlossen werden. Nur so werden die tausendfachen Fake-Deals mit „virtuellen Waren“ kontrolliert werden können.