Tobias Bumm/ Februar 11, 2020/ Uncategorized

Aus unserem Alltag sind sie mittlerweile nicht mehr wegzudenken: Passwörter. Egal, ob für Online Banking, E-Mail Account, Onlineshopping oder Ticketbuchung – ohne Log-In Daten läuft nichts. Viele Internetnutzer sind überfordert mit der Vielzahl ihrer Konten und den dazugehörigen Passwörtern. Und so wählen wir häufig ein einfach zu merkendes Passwort. Der Name des Kindes oder der Geburtstag der/des Liebsten, vielleicht noch ein Sonderzeichen dazu – fertig. Doch selbst dies scheint vielen Usern noch zu kompliziert. Das Hasso-Plattner-Institut in Potsdam ermittelt jedes Jahr die beliebtesten Passwörter der Deutschen. Auch 2019 wurde die Top 20-Liste wieder von simplen Zahlen- und Buchstabenreihen wie „123456“, „000000“ oder „abc123“ und Wörtern wie „password“ dominiert. Der Trend aus den letzten Jahren setzt sich damit fort.

Dabei sind Passwörter der Schlüssel zu unseren Daten & Konten, zu unserem, mittlerweile fast kompletten, persönlichen Leben. Bei Wohnung und Auto sind wir stets darauf bedacht, dass diese sicher verschlossen sind. Bei unseren Daten jedoch lassen wir oftmals wenig Vorsicht walten. Hacker haben somit leichtes Spiel. Sie verfügen über Programme, die vollautomatisch alle möglichen Zeichenkombinationen ausprobieren. Pro Sekunde werden Milliarden von Möglichkeiten durchgespielt. Bei kurzen und/oder einfachen Passwörtern sind nicht viele Kombinationen möglich und notwendig, um an das Passwort zu gelangen.

Mehr Augenmerk auf unsere Passwörter ist daher unbedingt empfehlenswert.

Mit diesen Tipps gelingt es, Passwörter sicher zu gestalten und zu verwalten:

Die erste und einfachste Regel lautet: Ein möglichst langes Passwort wählen, in dem möglichst viele verschiedene Zeichen vorkommen und das in keinem Wörterbuch zu finden ist. Ein sicheres Passwort sollte mindestens zehn Zeichen lang sein und keine Namen, Geburtstage oder einfachen Buchstaben- oder Zahlenreihen wie „1234…“ oder „abcd…“ enthalten.  

Der Kreativität bei der Erstellung eines Passworts sind keine Grenzen gesetzt. Man muss es sich nur gut merken können. Ein Passwort kann beispielsweise aus einem kompletten Satz bestehen („MeineKatzeistlilaundhatnureinOhr“). Oder aus den jeweiligen Anfangs- und Endbuchstaben der Wörter des Satzes („MeKeitlaudhtnrenOr“). Buchstaben können durch Sonderzeichen ersetzt werden („MeineK@tzeistlilaundhatnur1Ohr“, „MeKeitl@udhtnr1Or“).

Da es bequem ist, nutzen wir oft das gleiche Passwort für mehrere Konten. Um die Sicherheit zu erhöhen, sollten wir jedoch für jedes Konto ein separates Passwort erstellen. Alles schön und gut – doch wer soll sich das alles merken? Hier schaffen sogenannte Passwort-Manager Abhilfe. Spezielle Apps oder Software, in welcher alle Passwörter hinterlegt und dann mit einem Master-Passwort geschützt werden.

Passwörter sollten nicht lokal oder im Internet gespeichert werden. Besonders auf dem Smartphone speichern wir Log-In Daten gerne in Apps und Anmeldemasken ab. Dies birgt Risiken, sollte das Smartphone einmal verloren gehen oder gestohlen werden.

Wird ein Datensicherheitsvorfall bekannt, ist ein Passwortwechsel ratsam. Dieser sollte für wichtige Konten, wie das Online-Banking, ohnehin regelmäßig vorgenommen werden. 

Und nicht zuletzt: Bei der Passworterstellung ebenfalls bedenken, dass einige Zeichen wie beispielsweise Umlaute bei Reisen ins Ausland auf der jeweiligen lokalen Tastatur gegebenenfalls nicht eingegeben werden können.    Das Thema mag lästig erscheinen, doch die sichere Gestaltung von Passwörtern trägt zum wichtigen Schutz unserer persönlichen Daten und Konten bei. Hacker verfügen über effiziente Werkzeuge, um Passwörter zu knacken und Cyberkriminalität nimmt stetig zu. Hilfestellungen und spezielle Software unterstützen bei der Passwort Erstellung und Verwaltung. Und sich ein besonders kreatives und sicheres Passwort auszudenken, kann sogar Spaß machen.

Foto: Florian Berger / Unsplash