Tobias Bumm/ Juli 13, 2020/ Uncategorized

Unabhängig davon, ob Sie eine Rechnung mit Ihrer Familie teilen, sich bei einem Geschenk beteiligen oder einem Freund geliehenes Geld zurückgeben, P2P (Peer-to-Peer) -Zahlungen machen es Ihnen einfach. In vielerlei Hinsicht ähneln P2P-Zahlungen stark dem Austausch von Bargeld, außer dass sich bei diesem Geldwechsel die beiden „Peers“ niemals physisch treffen müssen.

Wie funktioniert das?

P2P-Zahlungen ermöglichen den elektronischen Geldtransfer zwischen zwei Parteien, deren individuelle Bankkonten oder Kreditkarten durch eine mobile App belastet werden. Beispiele für P2P-Anbieter sind Venmo und Cash App (USA), WeChat (China), Paytm (Indien), Jiffy (Italien) und Kwitt (Deutschland). Dazu bieten Anbieter wie PayPal, Apple Pay und Google Pay neben anderen Funktionen auch P2P-Zahlungen an. Die Auswahl ist gross und in staendiger Entwicklung. Aber unabhängig davon, für welche Plattform Sie sich entscheiden, die Einrichtung eines Kontos ist in der Regel kinderleicht. Nach einer schnellen Einrichtung eines Accounts, verknüpfen Sie einfach Ihr Bankkonto oder Ihre Kreditkarte. Einige Apps benötigen  möglicherweise weitere Informationen und Kennwörter, um die Sicherheit zu erhöhen. Aber nachdem Ihr Konto einmal eingerichtet ist, können Sie andere Benutzer anhand deren Benutzernamen, deren E-Mail-Adresse oder Telefonnummer ganz einfach finden. Mit nur wenigen Klicks ist nun Geld versendet: Sie wählen den Empfänger, den Betrag und wofür die Zahlung ist, dann muss nur noch auf den Knopf “Bezahlen” gedrückt werden. Die ganzeTransaktion dauert nur Sekunden. Fertig.

P2P-Zahlungen werden bereits von mehr als einem Drittel der amerikanischen Mobilfunknutzer verwendet. Diese Bezahlmethode ist so alltäglich, das man oft Leute sagen hört: “I’ll venmo you”, anstatt “Ich werde es Dir zurückbezahlen”. Die Cash App von Square Inc wird bereits in vielen Songtexten erwähnt und laut einer Umfrage von Lendedu hat ein Drittel der Jugendlichen sogar für Drogen oder Glücksspiel mit P2P-Zahlungen bezahlt. Selbst eine von Bargeld dominierte Wirtschaft wie die deutsche, weist in allen Altersgruppen einen stetigen jährlichen Rückgang der Bargeldnutzung um 1 bis 2% auf, was zu einer Zunahme der Nutzung von Karten und digitalen Zahlungen führt (1). Ohne Zweifel, der P2P-Markt boomt.

Was sind die Vor- und Nachteile von P2P-Zahlungen?

Bei P2P-Zahlungen geht es um Benutzerfreundlichkeit, Komfort und Geschwindigkeit. Dieses schnelle und allgegenwärtige Zahlungssystem kann beispielsweise nützlich sein, um Rechnungen in letzter Minute zu bezahlen und so Säumnis- und Überziehungsgebühren zu vermeiden. Darüber hinaus werden Zahlungen sofort gebucht, sodass der Kontostand immer aktuell ist und man noch ausstehende Transaktionen nicht bedenken muss.

Jedoch können schnelle und einfache Zahlungen auch für schnelle und einfache Betrügereien missbraucht werden und Fehler werden leider genauso leicht gemacht wie die Transaktion selbst. Sowohl, wenn versehentlich ein falscher Betrag oder an die falsche Person gesendet wird, als auch bei einem Betrug, haben Verbraucher nur einen schwachen bis gar keinen Schutz. Es ist wichtig zu beachten, dass diese Zahlungen nicht von einer Bank verwaltet werden, auch wenn sie möglicherweise von einer Bank beworben werden. Sie bieten also nicht den gleichen Schutz wie Bankprodukte.

Durch das Befolgen einiger Tipps und und mit ein bisschen Achtsamkeit kann das Risiko aber stark verringert werden, sodass Sie diese einfachen und bequemen Zahlungen sicher nutzen können.

Tipps zur sicheren Benutzung von P2P-Zahlungen

  • Senden Sie Geld nur an Personen, die Sie kennen und denen Sie vertrauen

P2P-Zahlungen sind in Sekunden gebucht und oft nicht rückgängig zu machen, was Betrüger gerne ausnutzen.

  • Wählen sie die höchste Sicherheitsstufe

Oft sind zusätzliche Schritte erforderlich, um ein Höchstmaß an Sicherheit zu erreichen. Überprüfen Sie aktiv alle angebotenen Schutzfunktionen, z.B. PINs, und richten Sie sie ein

  • Überprüfen Sie doppelt und dreifach die Daten des Empfängers

Stellen Sie vor dem Absenden der Zahlung sicher, dass Sie alle Informationen korrekt eingegeben haben. Wenn Sie auch nur irgendwelche Zweifel haben, senden Sie zuerst einen kleinen Betrag, um sicherzugehen, dass alles stimmt.

  • Halten Sie Ihre App auf dem neuesten Stand

Hacker versuchen immer, Schwachstellen auszunutzen. Die Verwendung automatischer Updates macht es ihnen schwerer.

  • Überprüfen Sie die persönlichen Einstellungen

Da einige Apps Funktionen ähnlich sozialer Netzwerke haben, stellen Sie sicher, dass Sie nur das preisgeben, was sie auch presigeben wollen.

(1) Quellen

Foto: Dean Moriarty / Pixabay